Benjamin Rusch
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Ich bin lieber draußen als drinnen
Mein Vater hat mich als Jugendlicher einmal einen Hedonisten genannt. Bis heute weiß ich nicht genau, wie viel leise Kritik und wie viel Anerkennung, möglicherweise sogar mit einem Hauch Eifersucht, in diesem Wort damals mitschwang.
Heute habe ich für mich diesen Begriff umgedeutet als Erlaubnis, Freude am Leben zu haben – aber so, dass sie im Einklang mit anderen Menschen und der Umwelt steht.
Draußen in der Natur spüre ich dieses Gefühl am stärksten, wenn ich den Moment bewusst wahrnehme. Ein ähnliches Gefühl kenne ich aus der Arbeit im Team: Wenn wir gemeinsam etwas bewegen und alle daran wachsen.
Was ist, und was bleibt…
In den letzten rund zwanzig Jahren war ich in verschiedenen leitenden Positionen angestellt, habe große Teams geleitet und hohe Budgets verantwortet. Ich hatte immer Spaß daran, anspruchsvolle Probleme zu durchdringen und sie so einfach und klar wie möglich aufzulösen. Rückblickend – und auch heute noch – kann ich sagen: Mein Beruf fühlt sich die meiste Zeit wie ein großes Hobby an.
Irgendwann kommt vermutlich jede und jeder an den Punkt, an dem man zurückschaut und sich fragt: Was bleibt eigentlich?
Bei mir ist es vor allem die Arbeit mit Menschen: das Erleben, gemeinsam mit Kolleg:innen etwas aufgebaut zu haben, und zu sehen, wie sich andere in der gemeinsamen Zusammenarbeit weiterentwickeln.
BRIDGEHOUSE kenne ich schon seit Anfang der 2000er-Jahre. Damals habe ich ein Tough Conversations-Seminar bei Jürgen Schulze-Seeger, einem der Gründer, besucht. Der Fokus auf den Menschen, den Jürgen dort vermittelt hat, prägt mich bis heute – und ist der Aspekt meiner beruflichen Laufbahn, der für mich am nachhaltigsten wirkt. Gleichzeitig erlebe ich bei BRIDGEHOUSE etwas, das mir genauso wichtig ist: dass wir bei unseren Kund:innen ein Miteinander und eine Nähe schaffen, in der Entwicklung möglich wird und trotzdem Raum für Humor und Leichtigkeit bleibt.
Dass ich die Möglichkeit bekommen habe, Geschäftsführer bei BRIDGEHOUSE zu sein, ist für mich eine große Ehre – und zugleich die Chance, einen Beitrag dazu zu leisten, dass mehr Menschen sich auf eine Weise weiterentwickeln können, die zu ihnen passt, und dass Arbeit auch für sie ein Ort der Freude und des Wachstum sein darf.