Inga Kruttke
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»Veränderung beginnt mit dem Mut zum ersten Schritt«
Weder bin ich mit Haien geschwommen, noch mit dem Paraglider über die Anden geflogen – wobei eine Wanderung durch die Anden ein lang gehegter Traum von mir ist. Dennoch ist Mut ein wichtiger Begleiter meiner Arbeit.
Über viele Jahre durfte ich in wechselnden Rollen das Wachstum eines jungen, dynamischen Teams zu einem international agierenden Unternehmen begleiten – als Consultant, IT-Beraterin, Personalerin und Organisationsentwicklerin. Diese unterschiedlichen Perspektiven haben mir einen differenzierten Blick auf Organisationen ermöglicht: die Perspektive der Führung ebenso wie die Perspektive jener, die eine Veränderung im Alltag tatsächlich umsetzen und tragen müssen.
Meine Schwerpunkte
- Leadership Coaching
- Agile Leadership
- Konflikt-Coaching
- Organisationsentwicklung mit dem Schwerpunkt Personalentwicklung
- Begleitung von Generationswechsel im Unternehmen
Mein Background
Prägend war die Erfahrung, was möglich wird, wenn Menschen in anspruchsvollen Situationen den Mut zu einer klaren Entscheidung finden: Führungskräfte, die ein wachsendes Team führen und zugleich eine neue, tragfähige Rolle für sich selbst finden mussten. Teams, die einen offenen Konflikt durchliefen, um wieder handlungsfähig zu werden. Unternehmerfamilien, die vor einem Generationswechsel standen, ohne zunächst zu wissen, wie sie ihn gestalten sollten.
In all diesen Prozessen zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Der entscheidende Schritt ist selten der fachliche, sondern der innere – die Bereitschaft, sich tatsächlich zu bewegen. Im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie im Coaching selbst wird mir immer wieder bewusst, wie viel Kraft es bindet, in einem Zustand der Bewegungslosigkeit zu verharren – Kraft, die an anderer Stelle deutlich wirksamer eingesetzt werden könnte. Genau hier setzt meine Arbeit an: Menschen und Organisationen dabei zu unterstützen, aus dieser Erstarrung heraus in die Klarheit und Energie für die nächsten Schritte zu gehen.
Persönliches
Mit einer ausgeprägten Höhenangst gesegnet, stelle ich mich einmal im Jahr einer ganz persönlichen Herausforderung: einem fünf Kilometer langen, schmalen Grat in der Schweiz. Rechts ein Abgrund, links ein Abgrund – hier begegne ich meiner Angst in ihrer reinsten Form.
Etwa auf halber Strecke ist meine Kraft fast aufgebraucht. Und genau an diesem Punkt passiert etwas Erstaunliches: Aus der Erschöpfung heraus entsteht neue Energie, weiterzugehen. Diese Frage – wie Menschen in Krisensituationen aus sich selbst heraus die Kraft für eine neue Perspektive entwickeln – begegnet mir nicht nur am Berg, sondern auch bei vielen meiner Klientinnen und Klienten.
In der täglichen Arbeit erlebe ich immer wieder, wie viel Kraft im bewussten Loslassen liegen kann und wie wichtig ein Perspektivwechsel ist, um in schwierigen Momenten wieder Fokus zu finden.
Menschen genau diesen Raum zu geben – die Metaebene einzunehmen, um Kraft und Klarheit für Veränderung aufzubauen – verstehe ich als das Herzstück meiner Arbeit. Und so schaffe ich es auch dieses Jahr wieder über den Grat in der Schweiz. Der nächste große Traum steht schon fest: eine Wanderung durch die Anden.